Decken-Einbaustrahler: Planung und Montage

Beleuchtung im Eingangsbereich

Nachdem das Erdgeschoss nun bis auf die Bodenbeläge und Fliesen im Bad in den letzten Zügen steckt, wurde es Zeit die Beleuchtung, sprich die Decken-Einbaustrahler zu installieren.

Für den größten Teil des Hauses haben wir uns für Deckeneinbaustrahler entschieden. Ausnahmen sind hierbei der Hauswirtschaftsraum, Schlafzimmer und Büro. Letztere beiden erhalten einen Deckenventilator und im HWR wurde zwecks Schattenwurf beim Bügel diffuses Licht gewünscht. Für die Deckenstrahler habe ich mich für Druckguss-Einbaurahmen und GU10 Fassungen entschieden. Retrofit-Leuchtmittel haben den Charme, dass man keine Trafos mehr dazwischenbasteln muss.

Zum Thema Leuchtmittel habe ich mir diverse Birnen angeschaut. Fakt war, dass es LED-Technik sein soll. Halogen halte ich nicht mehr für zeitgemäß bei einem Neubau. Problem bei LED ist jedoch die Farbtemperatur. So werden viele Leuchtmittel zwar als „warmweiss“ beworben, rangieren jedoch im Bereich von 3000-3200 Kelvin. Für mich persönlich ist dies bereits zu weiß. Also machte ich mich auf die Suche nach Lampen mit 2700K, welches in etwa der Temperatur von Halogen-Lampen entspricht. Am Ende habe ich mich für die Philips CorePro LEDspot MV 4,5 Watt entschieden. Da ich keinen Wert auf eine Dimmung lege, sind diese Retrofit-Lampen ein guter Kompromiss zwischen Kosten, Helligkeit, Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex (CRI, wie natürlich werden Farben wiedergegeben.). Der Preis pro Birne liegt bei rund 4,80€

Generell ist für Decken-Einbaustrahler natürlich eine abgehängte Decke notwendig. Obwohl LED-Birnen nur wenig Wärem erzeugen sind trotzdem zwischen 7-10cm Luftraum nötig. Gerade GU-Leuchtmittel haben mit Sockel eine Einbauhöhe von 7-8cm. Eine Doppellattung/Konterlattung mit 2 Dachlatten übereinander plus den 1,2 cm des Rigibs sollten jedoch in der Regel reichen.

Um zu sehen, wie viele Einbaustrahler ich pro Zimmer benötige habe ich mir ein Referenzzimmer gebaut. Hierfür habe ich das Gästezimmer genommen, welches mit 4,50×4,50m. Es gibt diverse Empfehlungen wie Deckeneinbaustrahler angebracht werden sollten.  Da hierbei aber auch Faktoren bei Abstrahlwinken der Leuchtmittel, Anordnung der Möbel und ähnliches mit einspielen sollte man sich auf sein Gefühl verlassen. So habe ich im Gästezimmer 5 Strahler wie die Augenzahl auf einem Würfel angeordnet. Zuerst wurde der mittlere Strahler exakt in der Raummitte angezeichnet. Danach müssen die anderen Positionen ausgerechnet werden. Beim Messen der Positionen ist ein Laser-Entfernungsmesser (z.B. BOSCH Zamo ca 45€) unumgänglich. Wie schon gesagt, es sollte drauf geachtet werden wo Möbel stehen. An einer Wand an welcher ein Schrank mit 80cm Breite steht macht es keinen Sinn einen Deckenstrahler nur 1,0m von der Wand wegzusetzen. Die Hälfte des Lichts würde oben auf den Schrank fallen. Bei 4,50m Raumbreite habe ich 1,50m Abstand der Strahler zur Wand gewählt.

Nach dem Anzeichnen der Löcher und dem Ausschneiden mit einer handelsüblichen Lochsäge mit 68mm, wurden die Fassungen montiert. Hierbei sind Wago 224-112 2-Leiter-Leuchtenklemme empfehlenswert. Wir sind im gesamten Haus das Risiko eingegangen, das Zuleitungskabel unter der Decke zu verlegen, in der Hoffnung dies später beim Bohren der Löcher zu finden. Zwar haben wir alle Kabel wieder gefunden, jedoch war 2x Glück dabei. Ich würde empfehlen zumindest das erste Loch beim Anbringen der Decke festzulegen und das Kabel direkt rauszuführen. Natürlich muss man sich dann schon während des Trockenbaus Gedanken um die Position der Strahler machen. Die Kabel habe ich dann von Loch zu Loch mittels eines dicken Drahtes gezogen.

Ausleuchtung und Helligkeit der 5 Strahlen sind für den knapp 20 m² großen Raum völlig ausreichend dimensioniert. Man beleuchtet also einen ganzen Raum mit 20,5 Watt während in unserer aktuellen Wohnung einer der 5 Halogenspots bereits 35 Watt hat.

Insgesamt haben wir im Haus nun 65 Strahler verbaut. Rahmen, Strahler, Fassungen, Klemmen und Kabel haben einen Materialpreis von rund 650-700€ und etwa 3 Tage Arbeit wenn man es alleine macht. Dabei entfällt aber viel Zeit auf die Planung und das Ausrechnen der Abstände.

2 Kommentare

  1. Wenn ich bedenke, was beim Elektriker bereits eine zusätzliche Steckdose kostet will ich gar nicht wissen, was neben dem material noch dazukommt.

    Aber ja, wir haben die Elektrik legen lassen sprich der Elektriker hat die Zuleitung für die Deckenleuchte gelegt. Diese wurde aus dem ersten Loch herausgeführt. Ab da habe ich die Kabel dann selber von Loch zu Loch gelegt.

  2. Hallo Ralf,

    wir planen ebenfalls Strahler einzubauen. Demnach hattet ihr technik fetig gemacht. Die Lampen verteilt und installieert und im Annschluss alles verspachtelt. Ich denke bei 65 Strahler machen zu lassen wäre schon teuer gewesen oder.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Sicherheitsabfrage * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.