Erstes Resümee nach einem Jahr Bauzeit

Nach einem Jahr Bauzeit

Seit dem Stelltermin am 16. Januar 2015 ist nun knapp ein Jahr vergangen. Zeit ein kleines Resümee zu ziehen.

Gleich vorweg, es ist noch viel zu tun. Auch wenn die „großen“ Baustellen abgeschlossen sind, ist es die Summe von „Kleinigkeiten“ die trotzdem viel Zeit kosten. Zum Beispiel das Nachstellen der Türen, hier ein paar Ausbesserungen der Farbe, dort ein paar fehlende Leisten. Der Dachboden müsste einmal aufgeräumt werden und vieles vieles mehr. Kommen wir also einmal zu den großen Themen:

Bauträger

Insgesamt muss ich sagen, dass ich mit massahaus alles in allem zufrieden bin. Das Haus ist qualitativ hochwertig, die gelieferten Materialien ebenso und auch der Service im Ganzen war bisher in Ordnung. Natürlich könnte man sich jetzt darüber echauffieren, dass der Kundenbetreuer nie persönlich erreichbar ist, oder das schriftliche Anfragen ewig dauern, weil sie im Zeitalter der elektronischen Datenübermittlung immer noch per Post geschickt werden. Man muss an dieser Stelle jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass man ein Ausbauhaus und kein „All-in-Paket“ gekauft hat. Dass dem Bauherren viel Verwaltung auferlegt wird muss klar sein.

Architekt

Leider eine der Punkte mit welchen ich nicht zufrieden bin. Dass sich der Architekt nicht einmal den Bauplatz angesehen hat und die Höhen alleine durch den Vermessungsplan erstellt wurden kostete uns am Ende viel Geld. So ist das Haus rund 30 cm zu hoch. Mehr Schotter höhere Sichtbetonsteine sind die Konsequent daraus. Da das Grundstück abfallen ist hätte man hier mitteln können. Weiterhin fehlten permanent Dokumente fürs Bauamt, welche erst auf Nachfrage nachgeliefert wurden und wichtige Dinge, wie der Ablauf der 2. Prüfstatik hätten durch den Architekten besser vermittelt werden können.  Hierbei wäre fast ein kleines Drama passiert, denn der Statiker muss nach dem Stelltermin die Ausführung kontrollieren, also bevor der Ausbau beginnt. Dies war in der Auftragsbestätigung des Ingenieurbüros ein kleiner Nebensatz, den ich erstmal übersehen habe. Schön fände ich daher, wenn dem unerfahrenen Bauherren sowas etwas wichtiges mittgeteilt wird.

Ausbauhaus

Natürlich hat uns das Ausbauhaus einiges an Geld gespart, aber ich sag es ganz ehrlich, ganz ohne Hilfe durch einen Trockenbauer ging es nicht. Zumindest wenn es ordentlich werden soll. Gerade das Abhängen der Decke mit Stellschrauben, oder das Schleifen der Decke sind nur zwei Beispiele an welchen sich der Hobbyhandwerker das Leben mit Sicherheit schwer mach. Teures Spezialwerkzeug welches man nach dem Ausbau nicht mehr braucht ist eine andere Geschichte. Auch der volle Einsatz der Väter beim Fliesen und Verputzen wäre in richtiger Eigenleistung in keinem sinnvollen Zeitrahmen möglich gewesen. Beim „selber machen“ also ein Tipp: Immer die Zeit im Auge behalten. Wenn sich dadurch der Einzug um einen Monat verschiebt und man Doppelbelastung hat, wäre der Handwerker möglicherweise doch eine Option gewesen. Wenn ich nochmal baue, würde wohl eher „malerfertig“ meine Wahl werden. Auch viele Verwaltungsaufgaben muss man selber organisieren. Dixi-Toilette, Anträge, Unterlagen beim Bauamt einreichen und vieles mehr. Da es keinen Bauleiter gibt obliegt dies also den Bauherren. Hier sollte man sich bei Unsicherheiten immer informieren.

Kosten

Sagen wir es so, die vorher geplanten Baukosten können meiner Meinung nach nur gehalten werden, wenn man auf eine konservative Planung nochmal mindestens 10-15% oben drauf schlägt. Egal mit welchen Nachbarn oder Bekannten ich mich unterhalten habe, keiner konnte das Budget halten. So ist auch bei uns der Carport erstmal verschoben worden. Ob ich ihn dieses Jahr noch realisieren kann ist fraglich. Man könnte also sagen, dass wir das Budget um etwa 15.000€ überschritten haben. Zum Glück ist der Carport jetzt nicht lebensnotwendig von daher kann ich es recht gut verkraften. Eine Nachfinanzierung war für uns keine Option.

1 Comments

  1. Ich mag deinen Blog total gerne. Baue auch bald mein erstes Haus und da ist es schön, vorher schon „Bescheid“ zu wissen!

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