Perimeterdämmung und Quellmörtel

Getrockneter Quellmörtel

Die erste Amtshandlung bei einem Fertighaus sollte das Unterfüttern der Holzständer im Erdgeschoss sein. Kurz erklärt: Die Ständer der Außen- und Innenwände werden bei der Montage auf Kunststoffplatten gestellt, damit man Unebenheiten der Bodenplatte ausgleichen kann. Nachdem das Haus dann fertig montiert ist, müssen die Hohlräume unter den Holzständern mit einem Quellmörtel unterfüttert werden, damit sich die Holzständer nicht mit der Zeit durchbiegen.

Im Winter stößt man hier aber auf ein mittelschweres Problem. Normalerweise würde man zuerst die Perimeterdämmung an der Bodenplatte anbringen. Hierbei werden 8-10cm dicke Styrodur-Platten auf einer höhe von 25-30 cm mit Bitumendickschicht rund um die Bodenplatte „geklebt“. Hierbei steht das Haus über die Bodenplatte über und es gibt einen 5cm breiten und etwa 3 cm Tiefen Spalt zwischen Bodenplatte und Hauswand.

Würde man nun also den Quellmörtel von innen unter die Ständer der Außenwände „stopfen“ würde dieser außen an der Bodenplatte durch besagten Spalt wieder rausfließen.

 

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, konnten wir in unserem Falle die Dämmung aber nicht anbringen, da das Bitemen Temperaturen von über 5 Grad bei der Verarbeitung wünscht. Was also tun? Ohne Quellmörtel würde der Innenausbau im Erdgeschoss bei der Dampfbremse stoppen, da diese auf der Bodenplatte verklebt werden muss und man so nicht mehr an den Spalt unter der Holzständern herankommen würde.

Die Lösung bestand nun darin, Streifen der Größe 5x3cm aus Styrodur zu schneiden und diese in den Spalt zwischen Bodenplatte und Hauswand zu klemmen (siehe Bild). Später werden die 10cm Platten der Dämmung einfach von unten dagegen geklebt. So kann der Mörtel nun nicht mehr außen an der Bodenplatte herunterlaufen.

Für die Verarbeitung des Quellmörtels leistet im übrigen eine schmale Maurerkelle beste Dienste (siehe Bild). Hiermit lässt sich der Mörtel recht elegant unter die Ständer schieben.

Am Ende den Quellmörtel an der Innenseite der Außenwände mit Bitumenspachtel abdichten und Feuchtigkeit sollte auf diesem Weg kein Problem mehr sein.

3 Kommentare

  1. Alles klar, Danke für die Info

  2. Nein wenn die Dämmung der Höhe der Bodenplatte entspricht reicht das.

  3. Hallo,

    unser Haus wurde letzte Woche nun auch gestellt (ebenfalls Bodenplatte ohne Keller) und wir stehen vor der selben Aufgabe. Der hier beschriebene Spalt ist ebenfalls vorhanden. Den freiliegenden Bereich der Bodenplatte haben wir bereits mit Bitumenvoranstrich behandelt. Wie weit muss die Dämmung (XPS Styropor) eigentlich zum Boden hin sein? Bis Höhe Erdboden oder sollte man das Erdreich noch ein wenig abtragen und das Styropor dann etwas tiefer einbringen? Wie breit sollte das eigentlich sein?

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