Pflasterarbeiten und Eingangsbereich

Nachdem bereits vor einigen Wochen die Grundstückseinfassung fertiggestellt wurde, steht nun das abschließende Projekt vor dem Winter an: Die Pflasterarbeiten für Terasse und Zufahrt. Nachdem wir lange mit uns gerungen haben, was denn nun wichtiger wäre, der Carport, der Gartenzaun für den Hund oder das Pflaster, fiel die Entscheidung dann auf letzteres.

Die Planung

Den Anfang machte die Planung. Hierzu habe ich mir den Grundrissplan aus dem Bauantrag so vergrößert, dass 1 cm auf dem Papier 1 m entspricht. Dies macht das Berechnen und Zeichnen leichter. Danach wurde Terrasse und Weg um das Haus gefühlt 20x „umgeplant“. Dabei gab es verschiedenste Gründe. Zuerst war die Terrasse mit 3m Breite zu klein geplant. Ein einigermaßen großer Tisch für 8 Leute würde es schon schwierig machen bequem an allen Seiten herum zu laufen. Nachdem ich die Terrasse erst großflächig auf der Südseite geplant hatte, wurde uns bewusst, dass diese dann den gesamten Tag in der Sonne liegen würde. Somit habe ich die Planung so geändert, dass sie um das Haus herumläuft, so dass ich auch einen Schattenbereich bis zum späten Nachmittag habe. Danach musste noch einmal umgeplant werden, da wir die Weg nicht völlig umlaufend planen konnten. Durch die abschüssige Straße, hätten hier noch einmal L-Steine als seitliche Wegbegrenzung gesetzt werden müssen. Das wollte ich vermeiden!

Nach de Planung stand also der ungefähre Materialaufwand fest:

  • Pflaster 8 cm: 78 m²
  • Pflaster 6 cm: 58 m²
  • Randsteine: 76 lfm
  • Blockstufen: 37 lfm
  • Schotter: 22 t
  • Splitt: 18 t

Materialauswahl

Wieviel Beton ich für die Fundamente der Blockstufen und der Randsteine benötige konnte ich an der Stelle nicht einschätzen. So ging es also auf die Suche nach dem passenden Pflaster. Da hier im Neubaugebiet der grau-in-grau Ton völlig im Trend liegt, wollten wir unbedingt… was anderes!!! Auch vor dieser Erkenntnis waren wir schon immer Freunde des mediterranen Farbraums. ALso haben wir uns einmal umgeschaut, nämlich bei Kreher Beton aus Aschaffenburg (welches im Neubaugebiet sehr oft verlegt wurde), RINN und bei den BWE Basaltwerken Eltersberg bei Gießen. Eigentlich war RINN keine Option, da es sich hierbei doch um relativ hochpreisiges „Beton“ handelt. Trotzdem waren wir einmal im Ideengarten. Am Ende hatten wir das „Via Cesaro“ in Marone von Kreher Beton oder „Laziano“ in Caramel von RINN in der engeren Auswahl. Die Preisanfrage im Bauzentrum Rüppel überraschte mit weniger Preisunterschied als gedacht. So lag das Kreher Pflaster bei 21,95€ und das RINN Pflaster bei 24,40€ (zzgl. MwSt). Da ich Angst hatte, das Kreher Pflaster mit den 4 Farbnuancen würde auf die große Fläche zu unruhig, field die Entscheidung auf RINN.

Bei den Blockstufen und Randsteinen haben wir uns dann für ganz normaler Betonstufen in braun von der Firma LithonPlus entschiede. Kostenpunkt:  4,20€ pro lfm für den Randstein (25 cm Höhe) und 22€ pro lfm für die Blockstufen. Natürlich wären sandgestrahlte Blockstufen der Firma RINN in Beige ein absoluter Hingucker, aber bei 70-100€ pro Stufe eher fernab unseres Budgets.

Ausführung der Pflasterarbeiten

Die Pflasterarbeiten selber haben wir von unserem ortsansässigen GaLa-Bauer „Blitz“ ausführen lassen, welcher bereits unseren Sichtbeton gestellt hat. Zwar war die Überlegung das ganze selber zu machen, aber am Ende hätten uns nicht nur die richtigen Werkzeuge sondern mittlerweile, nach einen Jahr Bauphase, auch die Kraft gefehlt.

Die Blockstufen wurden auf einem Streifen-Fundament aus Trockenbeton „gebettet“. Hierbei blieb der mittlere Bereich frei nun wurde mit Schotter verfüllt, damit Wasser durch das Pflaster auf dem Podest versickern kann. Die Flächen wurden aufgeschottert und verdichtet. Für die Einfahrt wurden 8 cm starke Steine verwendet, Terrasse und Gehwege haben 6 cm Stärke. Grundsatzdiskussionen ob man auch in der Einfahrt hätte 6 cm nutzen können (sind laut RINN ebenfalls PKW befahrbar) spare ich mir an dieser Stelle.

Fazit

Alles in allem sind wir mit der Ausführung un dem Materialen sehr zufrieden. Die Kalkausblühungen der Betonstufen werden wir hoffentlich mit Spezialreiniger noch etwas reduzieren können. Allerdings war es uns vorher bewusst, dass nicht-sandgestrahlte Stufen Ausblühungen haben werden. Die Eingangstreppe hat leider auch noch ein etwas „unschönes“ Merkmal, was man aber leider akzeptieren muss. Da die Straße abschüssig ist, hat man auf der Breite der Treppe einen Höhenunterschied von fast 7 cm zum Bordstein. Diesen Unterschied hätte man mit Randsteinen an der Straße ausgleichen können, was jedoch dazu geführt hätte, dass die Randsteine über die gesamte Länge einen enormen Höhenunterschied gehabt hätten. Somit ist das Pflaster auf der linken Treppenseite leicht abschüssig und auf der rechten Seite gerade zum Straßenniveau. Nunja, ein Blumenkübel mit angepasstem Unterbau wird es irgendwann richten.

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