Spachtel- und Schleifarbeiten

Nachdem der Heizungsbauer fertig war konnten wir mit den Spachtelarbeiten beginnen. Normalerweise sollte man damit warten bis der Elektriker die Endmontage abgeschlossen hat, was doch noch einmal eine Wand aufgemacht werden muss, da wir aber sonst einen Leerlauf von etwa 3 Wochen gehabt hätten, wurde dies kurzerhand mit der Firma Brune Elektroinstallation abgesprochen.

An dieser Stelle wurde mir wieder bewusst, dass  ich zwar der Meinung bin, handwerklich nicht ganz unbegabt zu sein, es aber einen großen Unterschied zwischen „machen“ und „richtig machen“ gibt. So wurden unsere ersten Spachtelarbeiten von meinem Schwiegervater mit einem tiefen Seufzen kommentiert.

Lange Rede kurzer Sinn. Wir haben einfach viel zu viel Spachtelmasse benutzt. Das Abkratzen eben dieser und das spätere Schleifen haben uns wiederum viel Zeit gekostet. Da wir alle Wände sowieso verputzen „lassen“ wollen, war das Ganze am Ende nicht ganz so dramatisch. Die Decken haben wir dann aber doch von jemandem machen lassen, der es wirklich kann.

Für das Anmischen der Spachtelmasse wurde uns folgender Tipp gegeben: Wasser zuerst in den Eimer füllen und dann den Gips solange zugeben bis er leicht aus dem Wasser herausschaut. Das Ganze dann 3-4 Minuten „sumpfen“ also Einziehen lassen. Dann mit einem Quirl „cremig“ schlagen. Es dürfen keine Brocken mehr in der Masse sein. Zudem sollte man keine Bohrmaschine, sondern lieber einen  Akkuschrauber nutzen. Die hohe Drehzahl der Bohrmaschine würde den Spachtel „kaputtschlagen“ worunter die Festigkeit leiden könnte.

Kellen müssen immer sauber sein und die Kanten glatt. Hat die Kelle Einkerbungen oder Beschädigungen bekommt man die Spachtelmasse nicht mehr glatt. Gleiches gilt wenn man Bröckchen im Spachtel hat.

Für unser Haus wurde Spachtel der Firma Rigibs mitgeliefert. Dieser sollte dann wie folgt verarbeitet werden. Etwas Spachtelmasse in die Fugen einziehen, dannd as Faser-Bewehrungsband einlegen und danach noch einmal mit Spachtel dünn nachziehen, so dass das Band vollständig bedeckt ist. Durchtrockenen lassen, abschleifen und danach noch ein zweites mal glattspachteln. Nach dem Trocknen dann die letzten Unebenheiten noch einmal glattschleifen.

Ganz ehrlich, klingt einfacher als es ist.

Für die Decken haben wir auf Empfehlung purfamur Super-Haftspachtel gekauft. Dieser ist bereits mit Kunststoff bewehrt, was das Bewehrungsband überflüssig macht. Nach dem Schleifen haben wir die Decken einmal weiß gestrichen. Erst dann sieht man Unebenheiten wirklich gut. Diese wurden dann mit KNAUF Uniflott Finish ausgeglichen.

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